Für mehr Transparenz im Einkauf und Vertrieb Beratungsleistungen

Nicht erst seit der Berateraffäre der Bundeswehr ist der Ruf nach mehr Transparenz in der Beratung zu vernehmen. Doch das Transparenz-Problem zwischen Klienten und Advisor ist mehr als eine Frage nach politischer Verantwortung – es ist systemischer Natur. Das Hamburger Start-Up White Label Advisory bietet einen digitalen Beschaffungs- und Vertriebsweg, der mehr Transparenz und reduzierte Transaktionskosten in der Vermittlung und Abrechnung von Beratungsleistungen ermöglicht.

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Transparenz wird vielerorts eingefordert - sowohl in gesellschaftlichen Fragen, im privaten Rahmen, der Politik, der Wirtschaft. Und sucht man bei Google nach "Transparenz in der...", spiegelt sich dieses allgegenwärtige Postulat von Transparenz wider. Transparenz in der Politik, der Pflege, in der Lieferkette, der Kita, der Supply Chain, der Kommunikation, der Produktion, der Beziehung und natürlich in der EU. Transparenz in der Beratung? Keine Treffer. Gut - geschenkt, dass das nicht repräsentativ ist. Doch ist es damit von geringerer Relevanz? Für manch einen, der nach "Transparenz in ..." googelt, mag das zutreffen; für all die Akteure - von Geschäftsführungen, Einkäufern, über Projektleitungen, Partnern und Berate-rinnen und Beratern - die Teil des milliardenschweren B2B Service-Dienstleistungsmarktes sind - sollte es das ganz und gar nicht sein.

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Das Transparenz-Problem in der Beratung
Im Idealfall werden Beratungsdienstleister damit beauftragt, ihre externe Expertise und Kapazitäten gezielt zur Lösung konkreter Beratungs-, Entscheidungs- und Umsetzungsbedarfe einzubringen. Doch neben dem eigentlichen betrieblichen oder operativen Bedarf, weshalb ein Klient eine Beratung beauftragt, wird dieser mit einem Beratungsmarkt konfrontiert, der gleich mehrere Aspekte von Intransparenz aufweist. So gibt es in der (Unternehmens-) Beratung keine gesetzlichen Regelungen bezüglich Ausbildungsstandards und Berufsbezeichnungen. Berater ist, wer sich Berater nennt. Hinzu kommt, dass diese Heterogenität nicht nur bei Beratungen untereinander sowie zwischen ihren Mitarbeitenden besteht, sondern häufig auch zwischen Beratung und Kunde in deren Prinzipal-Agenten-Beziehung: fungiert der Berater als Experte in einem Bereich, den der Klient nur teilweise oder gar nicht durchdringt, resultiert aus dieser asymmetrischen Informationsverteilung zusätzliche Handlungsunsicherheit beim Klienten. On top kommen Seilschaften in der Vergabe, Vertrieb durch Netzwerke und Alumni-Strukturen, unklar oder mehrdeutig formulierte Ausschreibungen und Angebote. Wir nennen das bei White Label Advisory "90er-Jahre Consulting". Nicht, weil wir unterstellen, dass diese Methoden nicht mehr ihren Zweck erfüllen - sondern weil wir der festen Überzeugung sind, dass die Digitalisierung Chancen bereithält, die Berater-Klienten-Beziehung zu optimieren und mehr Transparenz zu schaffen.

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Beispiele von Intransparenz in der Beratung "im Kleinen"
Dank der öffentlichen Wahrnehmung und des eingangs eingeführten Postulats von mehr Transparenz werden Klienten und Beratungen inzwischen auch immer besser darin, Compliance-Vorschriften aufzustellen, einzuhalten und - wo möglich - Transparenz in der Vergabe und Verwendung von Budgets herzustellen. Öffentlichkeitswirksame Skandale wie beispielsweise die „Berateraffäre“ des Bundesministeriums der Verteidigung halten nicht nur die Bedeutung der Einhaltung geltender Vergaberichtlinien hoch, sondern zeigen auch wie eine – zurecht – sensibilisierte Öffentlichkeit auf die intransparente Vermittlung und Abrechnung hoch dotierter Beratungsleistungen reagiert.

Doch trotz dieser gestiegenen öffentlichen Wahrnehmung, werden zumeist die politischen Konsequenzen diskutiert und weniger nach den ursächlichen Gründen oder systemischen Fehlern gesucht. Wir haben im Rahmen der Gründung von White Label Advisory im Jahr 2019 und den in diesem Zuge durchgeführten Problem-Interviews auf Klienten und Advisor-Seite festgestellt, dass sich - insbesondere in vermeintlich "kleinen Projekten" – nach wie vor ganz konkrete Beispiele täglicher Intransparenz in der Beratung feststellen lassen:

  • Um Ausschreibungen für vermeintliche "Commodity-Beratungsleistungen" zu vermeiden, werden bereits beauftragte externe Beratungen oder Freelancer gebeten, diese Leistungen "nebenher zu erbringen". Bestehende Leistungsvereinbarungen werden so verwässert und das Management von Externen komplexer.
  • In anderen Fällen wurden, auf Grund der mangelnden Kenntnis möglicher geeigneter Dienstleister oder zu hohen Transaktionskosten einer Ausschreibung und Vertragsverhandlung, offene Beratungsbedarfe gar nicht erst durch Externe bedient. Die Bearbeitung dieser identifizierten Themen wurde dann – sofern kein geeignetes internes Personal verfügbar war – auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.
  • Auf Grund teilweise extrem hoher Anforderungen an einzureichenden Referenz-Projekten scheiden potentielle - auf individueller Ebene fähige - Beraterinnen und Berater bereits vor einer Angebotsabgabe aus einer möglichen Vergabe aus.
  • Beraterprofile beinhalten häufig Projekterfahrungen, die für den eigentlichen Beratungsbedarf nicht relevant oder veraltet sind und vom Umfang und Struktur oftmals undurchsichtig und für Dritte damit kaum überprüfbar sind.
  • Tagessätze für das zu beauftragende Personal sind zwischen unterschiedlichen Beratungen auf Grund heterogener Hierarchie-Level, trotz ähnlicher Berufs- und Projekterfahrung, kaum vergleichbar. Insbesondere bei standardisierten Beratungsleistungen können sich somit Preisunterschiede von mehreren hundert Euro pro Tag er-geben.
  • Leistungsnachweise werden - insbesondere bei kleineren Projekteinsätzen - weniger genau überprüft, bzw. die aufgeführten Tätigkeiten sind oft generisch beschrieben. Die administrativen Aufwände einer detaillierteren Überprüfung zur bestmöglichen kaufmännischen Abrechnung stehen oft nicht im Verhältnis zum Beratungsumfang.

Im Rahmen der Gründung von White Label Advisory haben wir dieses Feedback aus unseren Problem-Interviews analysiert und bewertet, was die Gründe für diese Intransparenz sind - und wie wir diesen mit unserem Angebot für die Vermittlung und Abrechnung freier Beratungskapazitäten bestmöglich begegnen können. Herausgekommen ist – neben der eigentlichen Vermittlungs- und Abrechnungsleistung von Beratungsleistungen – auch die Vision von White Label Advisory. Diese richtet sich dabei entlang der eigens entwickelten „4Ys der Advisory der Zukunft“ aus. Durch die Chancen der Digitalisierung und des gesellschaftlichen Wandels werden eingeschlagene Prozesse und Ansätze des bereits erwähnten „90er-Jahre-Consultings“ verlassen und Beratung hinsichtlich Transparenz, Kompetenz, Nachhaltigkeit und Technologie neu gedacht:

  • Transparency: Wir zeigen die Vielfalt des Berater-Markts auf und machen Preise, Hierarchie-Level und Skill-Anforderungen transparent. Wir sagen: Bye-Bye Tagessatz-Ungewissheit.
  • Competency: Wir stellen relevante Erfahrungen, fachliche Qualifikationen und soziale Kompetenzen bei der Vergabe von Beratungsleistungen in den Mittelpunkt. Wir sagen: Bye-Bye Frisieren von Berater-CVs.
  • Sustainability: Wir machen Beratung umweltfreundlicher und vereinbarer mit ei-ner Familie, indem wir Reiseaufwände reduzieren. Wir sagen Bye-Bye Montag-Morgen-6:30-Uhr-Flieger.
  • Technology: Wir digitalisieren die Vermittlung und Abrechnung von Beratungsleistungen. Wir sagen: Bye-Bye RfPs im Word-Format und nächtliche PowerPoint Schlachten.

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Was White Label Advisory anders macht
Mit White Label Advisory bieten wir insbesondere mittelständischen Unternehmen und Beratungsdienstleistern die Lösung zur Vermittlung und Abrechnung freier Beratungskapazitäten. Mit uns können ausgezeichnete Advisor wie z.B. Management-Beratungen, Wirtschaftsprüfer und IT- oder Ingenieur-Dienstleister – und explizit keine Freelancer oder Einzelunternehmungen – ihre freien Kapazitäten zu standardisierten Konditionen auf offene Beratungsbedarfe unserer Klienten anbieten. Dieser innovative, digitale Beschaffungs- und Vertriebsweg, definiert dank des einzigartigen „White-Label“-Ansatzes, vorverhandelten Verträgen und einer cloudbasierten Plattformlösung den Prozess von der Meldung offener Beratungsbedarfe, über die Dienstleisterauswahl bis hin zur Abrechnung neu und realisiert damit bisher ungenutzte Potentiale.
Eine einfache und intuitive Bedarfsmeldung und Angebotsabgabe, sowie standardisierte Tagessätze und Hierarchiestufen halten die administrativen Aufwände minimal und schaffen so nicht nur die notwendige Transparenz in der Vergabe der Beratungsleistung, sondern auch finanzielle, qualitative und zeitliche Vorteile für Klienten und Advisor.

Mehr Transparenz ist aus unserer Sicht eine Grundvoraussetzung für eine langfristig erfolg-reiche Beziehung zwischen Klienten und Advisor. Mit der Digitalisierung des Beschaffungs- und Vertriebswegs von Beratungsleistungen, schlagen wir mit unseren Kunden den Weg zu mehr Transparenz bei reduzierten Transaktionskosten in der Vermittlung und Abrechnung von Beratungsleistungen ein.

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