Die Top 5 post-COVID Veränderungen in der Beratungsbranche

Wir wagen es einmal, ganz optimistisch einen Blick in die Kristallkugel post-COVID zu werfen und die prognostizierten Veränderungen mit Hilfe der Wertschöpfungskette von Beratungen aufzuzeigen. Dabei ist zu erwähnen, dass diese unter dem Schirm der durch die Krise stark beschleunigten Digitalisierung stehen.

@VICEVERSA | Der Consulting-Blog von White Label Advisory | Facts & Figures | Die Top 5 post-COVID Veränderungen in der Beratungsbranche

Wie hat sich das Einkaufsverhalten verändert? Sind Projekte zu 100% remote denkbar? Welche Beratungsthemen werden aktiver nachgefragt? Worauf sollte bei der Rekrutierung und Weiterentwicklung von Mitarbeitern geachtet werden? Wie hat sich der Markt in der Krise neuformiert? All das und mehr erfahren Sie in diesem Blog-Artikel.

Alle folgenden Aussagen sind Thesen und sollen lediglich eine Idee für eine mögliche Entwicklung geben.

 

1. Sales
Beratungseinkäufer haben sich an die Vorzüge der digitalen Kommunikation gewöhnt - Pitch-Termine finden vermehrt remote statt, was Zeit und Geld spart.

Somit werden Beratungen zukünftig klar mit ihrer Online-Präsenz herausstechen müssen, um auch bei virtuellen Anbieter-Recherchen besser als der Wettbewerb gefunden zu werden. Eine SEO-Optimierung wäre an dieser Stelle vorteilhaft.

Zusätzlich werden Beratungsbedarfe von Klienten wohl dynamischer als sonst ausgeschrieben, da durch die Krise die Sensibilität der Klientinnen und Klienten für Beraterbudgets gestiegen ist, sie also finanziell sensibler sind.

Die digitale Visitenkarte sowie kooperative Vertriebsansätze gewinnen bei verstärktem Beratungsbedarf ebenfalls an Bedeutung.

 

2. Delivery
Auch wenn hybride Projektformen bestehen bleiben, werden vereinzelnde Projekte zu 100% remote denkbar sein. Hinsichtlich der andernfalls entstehenden CO2-Belastungen ist dies klar als positiver Nebeneffekt zu betrachten. Das bedeutet im Gegenzug aber auch, dass die digitale Kompetenz im Bereich von Projektsteuerung von Consultants wichtiger denn je ist. Ohne das nötige Software-Know-How wird es schwierig sein, digital Projekte professionell zu leiten und flexibel auf wechselnde Projektumsetzungsformen eingehen zu können.

AdobeStock_420147435Besonders die digitale Projektplanung sollte eine solide Basis bilden können und reibungslos funktionieren, um Übersicht und Projektfortschritt zu begünstigen.

 

3. Competency
Was sind nun die post-COVID Themen, die die Kunden bewegen werden? Neben IT-bezogenen Themen im Hinblick auf die Digitalisierung werden auch "klassische" Projektunterstützungen oder kaufmännische Veränderungen wie Kostenoptimierungen oder Reorganisationen gefragt sein. Denn gerade diese Themen erlitten in den letzten 1,5 Jahren einen Rückstau, der aufgelöst werden muss. Aber auch die erforderlichen Soft-Skills der Beraterinnen und Berater sollten nicht außer Acht gelassen werden.

Die Digitalisierung bietet wohl eine der offensichtlichsten Potentiale für Beraterinnen und Berater. Viele Unternehmen, vor allem Branchen wie E-Commerce, Fertigung, Mode, Versicherungen u.v.m, mussten schneller als gewohnt auf die sich ändernden Forderungen ihrer Umwelt reagieren. Beraterinnen und Berater sollten sich besonders mit der Digitalisierung im Bereich HR und Finanzen geeignete (Online)-Werkzeuge- und Infrastrukturen zurechtlegen.

Weitere Möglichkeiten für Beraterinnen und Berater ergeben sich im Bereich der Agilität. Viele Unternehmen stehen im Zwiespalt zwischen klassischem und agilem Projektmanagement und benötigen kompetente Beratung über die Etablierung agiler Prozesse, Systeme und Denkweisen. Nicht nur IT-Unternehmen, sondern auch der Finanzdienstleistungssektor sowie die Konsumgüter-Branche setzen zunehmend auf agile Arbeitsweisen.

Die Krise sorgte nicht selten für existenzbedrohende Herausforderungen bei Organisationen. Ob ineffiziente Geschäftsprozesse, veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen oder eine fehlerhafte Kostenkalkulation – viele Unternehmen kamen und kommen an ihre Grenzen und benötigen Restrukturierungsberatung. Vor allem bei schwer kalkulierbaren Themen wie einer Pandemie werden innovative, effektive und ganzheitlich vorausschauende Beratungen hohe Nachfrage genießen.

Beraterinnen und Berater werden zudem nicht nur hinsichtlich ihrer fachlichen Kompetenzen punkten müssen, sondern auch mit ihren Soft-Skills. Kreative, out-of-the-box Strategien werden benötigt, die nur auf Grundlage effizienter und vertrauensbasierter Kommunikation mit den Klientinnen und Klienten entstehen können. Den Kunden als Individuum zu sehen und behandeln wird von höchster Priorität sein, da standardisierte Lösungen vor allem im Bereich der Reorganisation nicht ausreichen.

 

4. Human Resources

Für Beratungsunternehmen bedeutet der fluktuierende Markt nicht nur Wachsamkeit, sondern auch den sogenannten „war for talents“. Kreative, originelle und flexible Beraterinnen und Berater werden gefragter denn je sein und zusätzlich erhöhte Auswahlmöglichkeiten erleben.

Auch wenn beispielsweise Erstgespräche bei der Rekrutierung oft online stattfinden können, wird vor allem im Bereich der Personalentwicklung das Prinzip hybrider Lernmethoden (z.B. „Blended Learning“) an Relevanz gewinnen. So kann auch in einer schnelllebigen und volatilen Welt wie dieser das Personal auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Dies kann nur erreicht werden, indem nicht mehr zu 100% auf klassisches Präsenzlernen (Seminare, Workshops) gesetzt wird. Der Fokus sollte darauf liegen, das Beste aus beiden Welten zu vereinen und effizient in die Köpfe des Personals zu investieren.

 

5. Competition
Wie lautet noch der bekannte Berater-Spruch? In der Krise formiert sich der Markt neu. Die Pandemie stellt keine Ausnahme dar – neue, innovative Wettbewerber werden sich an der Neuformierung beteiligt haben. Darunter befinden sich viele Freelancer, womit ein verstärkter Anstieg von freiberuflichen Beraterinnen und Beratern aufgrund der Krise stattgefunden hat.

Mittelständische Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, sich von ihrem neuen Wettbewerb abzusetzen, um das klassische „stuck in the middle“-Dilemma zu vermeiden. Genau an dieser Stelle können Online-Plattformen wie White Label Advisory Abhilfe schaffen. Einerseits öffnen wir Klientinnen und Klienten die Tür zum mittelständischen Beratungsmarkt und fungieren dort als Qualitätssicherer. Andererseits helfen wir Beratungen, ihren Vertriebsbaukasten digital zu erweitern und über Kooperation Zugang zu neuen Projekten zu verschaffen.

 

Trotz der vermuteten Veränderungen – wir finden, dass Beratung People Business ist und bleibt. Der sinnbildliche informelle Austausch in der Kaffeepause ist letztendlich online schwer zu replizieren. Jetzt bleibt es abzuwarten, welche Thesen sich bewahrheiten.

Wenn es jedoch um die Vermittlung von Beratungsunternehmen und Projekten geht, werden Sie nach wie vor wunderbar bei uns aufgehoben sein – unabhängig von Krisensituationen.

 

Neugierig geworden? Finden Sie hier die passende Beratung für Unternehmen und hier ausgeschriebene Projekte.

Leave a Comment